Monika Grzymala

Hans Platschek Preisträgerin für Kunst und Schrift 2010

 

Monika Grzymala, 1970 in Zabrze/Polen geboren,
siedelte mit ihrer Familie im Jahr 1980 in die
Bundesrepublik Deutschland über. Nach dem
Abitur in Mannheim besuchte sie für mehrere
Jahre die Meisterschule für Handwerk in
Kaiserslautern, an der sie die Gesellenprüfung
zur Steinbildhauerin und Restauratorin
absolvierte. Nach ihrer Handwerksausbildung
studierte Monika Grzymala Bildhauerei an den
Kunsthochschulen in Karlsruhe, Kassel und
Hamburg. Im Jahr 2001 legte sie an der
Hochschule für Bildende Künste bei Professor
Bogomir Ecker ihre Diplomprüfung als
Freie Künstlerin ab. Seit 2000 realisierte
Monika Grzymala zahlreiche Kunstprojekte im
In- und Ausland, mitunter eine auf Schlittschuhen
befahrbare Zeichnung im Eis der Kunsteisbahn
Hamburg Stellingen und ein großes Kunst-am-
Bau-Projekt an der Landesversicherungsanstalt
der Freien und Hansestadt Hamburg. Es
folgten weitere temporäre Raumzeichnungen,
Installationen und architektonische Interventionen
mitunter im The Drawing Center New York,
Marian Goodman Gallery New York,
Catriona Jeffries Gallery Vancouver Kanada,
The Chinati/Judd Foundation Marfa Texas USA
und zuletzt im Jahr 2009 fünf Ausstellungen in
Galerien und Museen in London, Middlesbrough,
Liverpool, Bristol und Edinburgh in Großbritannien.

Neben ihren internationalen Kunstprojekten
und Gastvorträgen unterrichtete Grzymala
zwischen 2005 und 2007 an der Hochschule
für Bildende Künste in Braunschweig das
„Zeichnerische Medium“ und leitete ein
interdisziplinäres Seminar zu Zeichnung
diesseits und abseits der Linie. Seit 2008 ist
Monika Grzymala Mitglied in der jungen
Akademie an der Akademie der Künste in Berlin.
Die in Berlin lebende Künstlerin variiert ihr
künstlerisches Thema der dreidimensionalen
Zeichnung mit unterschiedlichen Materialien,
ihre Installationen beschreibt sie häufig in
Kilometern verwendeter Linie im zeichnerischen
Prozess. Der diesjährige Juror des
Hans Platschek Preises, Axel Hecht, Gründer
und langjähriger Chefredakteur des Magazins
„art“ schreibt in seiner Begründung:
„Monika Grzymala kann mit schwebenden Linien
auf selbstgeschöpften Papieren einen lyrischen
Kosmos entwerfen oder mit leuchtenden
Farbbändern in geschlossenen Räumen
lichte Wirbel, kraftvoll stürzende Wasserfälle
oder wundersame Stürme inszenieren.
Souverän und phantasievoll wie kaum
jemand zuvor hat sie die Befreiung der
Zeichnung vorangetrieben.“

Grzymala 1

Grzymala 2

 

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