„Looping Memories“ – Arbeiten aus einer Schweizer Videokunst-Sammlung
Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle
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Familiär vorbelastet, hat sich das Ehepaar Ketterer-Ertle früh mit Kunst beschäftigt und in den 1980er-Jahren mit dem gemeinsamen Sammeln begonnen. Das Interesse galt zuerst den deutschen Expressionisten; dann kamen, als logische Konsequenz, die als postexpressionistisch zu bezeichnenden Strömungen der 1980er-Jahre dazu, deren Werke Eingang in die Sammlung fanden. Es waren nie in erster Linie klingende Namen, die den Ausschlag für einen Ankauf gaben, sondern das Interesse an spannenden künstlerischen Positionen sowie zum Teil langjährige, persönliche Freundschaften mit Kunstschaffenden. Looping Memories |
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Waren es zu Beginn ausschließlich zweidimensionale Arbeiten, kamen im Laufe der Zeit auch Skulpturen, Objekte, KünstlerInnenbücher und ab 1996 Videokunst dazu. Seither kaufen Carola Ertle Ketterer und Günther Ketterer immer noch breit gefächert Kunst, haben jedoch ihren Sammlungsschwerpunkt auf die Videokunst verlegt. Sie bauten ihre Sammlung stetig aus und begannen auch, interaktive Medienprojekte oder zum Teil mehrteilige Installationen zu sammeln. Sukzessive haben sie so eine umfangreiche Sammlung begründet, deren vielfältige Zusammensetzung mit Fug und Recht wohl als einzigartig bezeichnet werden kann. In eigens umgebauten Lofts präsentieren sie dauernd eine Auswahl ihrer Sammlung. Ihr Lebensraum gleicht eher einem SammlerInnenatelier, als einer Wohnung. Die Räume sind förmlich „zugepflastert“ mit Kunst, am Boden stehen zudem Werke herum, die sich erst |
bewähren müssen; und im Lager ruhen zahlreiche Schätze, die in regelmäßigen Abständen wieder „ans Licht“ geholt werden. Der Aufenthalt in den Privaträumen des Sammlerpaars ist sehr bereichernd. Spitzenwerke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts harmonieren wunderbar mit bekannten und unbekannten Produktionen aus der Gegenwart. |

