art KARLSRUHE und der „Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift“

Hans Platschek Stiftung Hamburg
Heußweg 35
20255Hamburg
Deutschland
Gen. Sekr.Sabine Groenewold

In diesem Jahr wird er zum dritten Malvergeben – einer der originellsten Kunstpreise dieses Landes. Mit ihm werden BildendeKünstler ausgezeichnet, die auch als Texter Herausragendes geleistet haben – oder in deren Werk das Erzählerische, das Lyrische einewesentliche Rolle spielt. In diesem Jahr wird Monika Grzymala, eine in Polen geborene, in Deutschland aufgewachsene Künstlerin mitdiesem Preis geehrt. Ihre Vorgänger waren 2008 F. W. Bernstein, der Zeichner und Schriftsteller und 2009 der Maler Friedrich Einhoff.

Die Hans-Platschek-Preisträger werden immer von Solo-Juroren ausgewählt. In diesem Jahr hat Axel Hecht diese Aufgabe übernommen. Er hat „ART – das Kunstmagazin“ gegründet und in über einem viertel Jahrhundert bedeutend gemacht. Seine Vorgänger im Juroren-Amt waren Manfred Eichel, der ehemalige „aspekte“-Chef undWerner Hofmann, über zwei Jahrzehnte langDirektor der Hamburger Kunsthalle. Was diese drei vereinte: Sie waren mit Hans Platschekbefreundet und sie kennen und schätzen sein Werk.

Hans Platschek wurde 1923 in Berlin geboren. 1939 floh er mit seinen Eltern und einem Bruder nach Montevideo in Uruguay, weil seine Mutter Jüdin war. Er begann dort ein Kunststudium, kehrte aber schon als 30-Jähriger wieder nach Europa zurück.

  Das durchstreifte er gründlich.Er lebte, malte und schrieb in München und Rom, in London, Tanger und Paris. Er wurde zurdocumenta 2 nach Kassel und zur Kunstbiennale nach Venedig eingeladen. Er schrieb für „art“ unddie „Zeit“, er arbeitete fürs Fernsehen und er verfasste eine Fülle kenntnisreicher und immer glänzend formulierter Bücher. „Die Dummheit in der Malerei“ ist wohl sein bekanntestes, sein provokativstes Werk. 1970 entschied er sich, in Hamburg zu bleiben. Hier starb er im Jahre 2000, hier kümmert sich eine Hans Platschek Stiftung um Nachlass und Nachruhm.Ihrem Vorstand gehören an: Kurt Groenewold, Gabriele von Loeper und Manfred Eichel.

Auf der art KARLSRUHE 2010 wird MonikaGrzymala mit einer eigens für die Messegeschaffenen Raum-Installation vertreten sein. Hans Platschek wird mit einigen Porträt-Arbeiten präsentiert, die er im Jahre 1992 von einigenseiner Künstler-Freunde gemacht hatte und die zum festen Bestand der Kunsthalle Emden gehören.

Der mit 5000 Euro dotierte „Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift“ will die Erinnerung an einen vielseitig Begabten wachhalten:an einen experimentierfreudigen Künstler, der zugleich ein wacher Kommentator nicht nurdes Kunstbetriebs, sondern auch unsererGesellschaft war.
 






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